Marktszenario
Der asiatisch-pazifische Solarenergiemarkt wurde im Jahr 2025 auf 481,42 Milliarden US-Dollar geschätzt und soll bis 2035 einen Marktwert von 4.741,08 Milliarden US-Dollar erreichen, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 25,7 % im Prognosezeitraum 2026–2035 entspricht.
Wichtigste Erkenntnisse
Die Sonne geht im Osten auf, und so beginnt auch die Zukunft der globalen Energiewende. Die Region Asien-Pazifik (APAC) hat sich von ihrer früheren Rolle als bloße Produktionsstätte für Solarkomponenten zur größten und dynamischsten Einsatzzone für Photovoltaik (PV) entwickelt.
Der Solarmarkt im asiatisch-pazifischen Raum steht ab 2026 an einem entscheidenden Wendepunkt. Er ist nicht mehr allein von staatlichen Subventionen abhängig, sondern wird von echter Netzparität, Sorgen um die Energiesicherheit und Dekarbonisierungsvorgaben von Unternehmen angetrieben.
Marktdynamik: Der globale Motor der Dekarbonisierung
Der asiatisch-pazifische Solarenergiemarkt ist derzeit für über die Hälfte der weltweiten jährlichen Solaranlageninstallationen . Diese Dominanz beruht auf dem Zusammenwirken dreier Makrofaktoren: Wirtschaftswachstum, Klimaschutzverpflichtungen und Energiesicherheit.
Historisch gesehen wurden die Volkswirtschaften des asiatisch-pazifischen Raums durch importierte Kohle und Gas angetrieben. Die jüngsten geopolitischen Spannungen und die stark gestiegenen Preise für fossile Brennstoffe haben jedoch Länder wie Indien, China und Japan gezwungen, Solarenergie nicht nur als „grüne“ Energie, sondern als „sichere“ heimische Energiequelle zu betrachten. Die Sonne kann nicht sanktioniert werden, und ihr Preis unterliegt keinen Schwankungen im Zusammenhang mit geopolitischen Konflikten.
Der Zeitplan für die Klimaneutralität wird im asiatisch-pazifischen Solarenergiemarkt immer enger.
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Wettbewerbsanalyse: Bewertung der zunehmenden Marktkonsolidierung, der vertikalen Integration und des Oligopols der Supermajors
Die Zeiten, in denen Hunderte kleiner Solarhersteller um Marktanteile konkurrierten, sind vorbei. Der Solarenergiemarkt im asiatisch-pazifischen Raum tritt in eine Phase rasanter Konsolidierung ein, die durch vertikale Integration und die Dominanz einiger weniger „Super-Majors“ gekennzeichnet ist
Der Markt wird zunehmend von führenden Herstellern, vorwiegend aus China, dominiert. Unternehmen wie Longi Green Energy, Jinko Solar, Trina Solar, JA Solar und Canadian Solar beherrschen den Großteil des Liefervolumens.
ii. Die strategische Bedeutung der vertikalen Integration für das Überleben der Fertigungsindustrie und die Sicherung der Gewinnmargen in einem standardisierten Markt
Um auf dem hart umkämpften Solarenergiemarkt im asiatisch-pazifischen Raum zu bestehen, setzen führende Akteure auf aggressive vertikale Integration.
iii. Fusionen, Übernahmen und Krisen: Wie der technologische Darwinismus Tier-2-Hersteller vom Markt verdrängt
Der Solarenergiemarkt im asiatisch-pazifischen Raum erlebt eine „Bereinigung“ des Marktes.
Technologischer Darwinismus: Hersteller, die sich die Investitionen in Forschung und Entwicklung für die Umstellung von P-Typ- auf N-Typ-Technologien (TOPCon/HJT) nicht leisten können, werden vom Markt verdrängt. Dies führt zu Insolvenzen bei chinesischen und indischen Zulieferern der zweiten Reihe.
Downstream-Integration: Wir sehen auch eine Konsolidierung im Downstream-Bereich des asiatisch-pazifischen Solarenergiemarktes, wo große unabhängige Stromerzeuger (IPPs) wie Adani Green (Indien) oder ACEN (Philippinen) kleinere Projektentwickler und EPC-Firmen (Engineering, Procurement, Construction) übernehmen, um die Projektabwicklung zu optimieren.
Strategischer Technologieausblick: Identifizierung wichtiger Umbrüche, darunter Batteriespeicherintegration, bifaziale Module und Synergien mit grünem Wasserstoff
Neben den grundlegenden Kennzahlen für das Wachstum von PV- und monokristallinen Solaranlagen werden mehrere Trends das Wachstum des Solarenergiemarktes im asiatisch-pazifischen Raum im nächsten Jahrzehnt prägen.
Mit zunehmender Verbreitung von Solarenergie wird die sogenannte „Entenkurve“ (bei der die Solarstromerzeugung mittags ihren Höhepunkt erreicht, die Nachfrage aber abends) zu einem Problem.
Trend: Die Integration von Batteriespeichersystemen (BESS) wird in Indien und Australien bei neuen Ausschreibungen zunehmend verpflichtend. Solarenergie wandelt sich von einer „intermittierenden“ Energiequelle zu einer „stabilen, bedarfsgerechten“ Stromerzeugung.
Im asiatisch-pazifischen Solarenergiemarkt erzeugen bifaziale Module Strom sowohl von der Vorder- als auch von der Rückseite (durch reflektiertes Licht vom Boden).
Einführung: Im Bereich der Kraftwerke im Kraftwerksmaßstab werden bifaziale Module zum Standard. Sie bieten einen 10-15%igen Zuwachs an Energieerzeugung bei nur geringfügig höheren Kosten und verbessern so direkt die Stromgestehungskosten (LCOE).
Der asiatisch-pazifische Raum setzt stark auf grünen Wasserstoff . Dabei dient Solarenergie als primärer Rohstoff für Elektrolyseure zur Herstellung von grünem Wasserstoff. Wir erwarten, dass bis 2028 in Australien und Indien massive Solaranlagen zur Wasserstofferzeugung entstehen werden, insbesondere zur Dekarbonisierung von Schwerindustrien wie der Stahl- und Schifffahrtsbranche.
Kritische Markthemmnisse: Bewältigung von Engpässen in der Netzinfrastruktur, Herausforderungen bei der Landakquise und geopolitischen Gegebenheiten der Lieferkette in der Region
Trotz der durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 26 % bestehen auf dem asiatisch-pazifischen Solarenergiemarkt weiterhin erhebliche Herausforderungen.
Das Stromnetz in vielen asiatischen Ländern wurde für zentralisierte Kohlekraftwerke und nicht für dezentrale, variable Solarenergie ausgelegt.
Im asiatisch-pazifischen Raum benötigt Solarenergie enorme Flächen. In den dicht besiedelten Ländern Indien und Indonesien gestaltet sich der Landerwerb für die 65 % der geplanten Großanlagen zunehmend schwierig. Konflikte mit Landwirten und bürokratische Hürden bei der Landumwandlung sind die Hauptursachen für Projektverzögerungen.
Die „China Plus Eins“-Strategie verkompliziert die Lieferkette im asiatisch-pazifischen Solarmarkt. Handelsbeschränkungen der USA und der EU für chinesische Solaranlagen (aufgrund von Vorwürfen der Zwangsarbeit in Xinjiang) beeinträchtigen die Hersteller in der Region. Dies kommt zwar Indien und Vietnam als alternativen Produktionsstandorten zugute, führt aber kurzfristig zu Angebotsschwankungen und Preisdruck.
Segmentanalyse
Technologieanalyse: Warum Photovoltaiksysteme einen überwältigenden Marktanteil von 89 % haben und wie hoch das prognostizierte Wachstum ausfällt
Technologisch gesehen haben PV-Systeme einen Marktanteil von 89 % am asiatisch-pazifischen Solarenergiemarkt und werden voraussichtlich auch in den kommenden Jahren mit einer beeindruckenden durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 26 % wachsen.
Der Kampf zwischen konzentrierter Solarenergie (CSP) und Photovoltaik (PV) in Asien ist im Grunde entschieden. PV hat sich als unangefochtener Sieger durchgesetzt. Aber warum?
Nach Modul: Analyse des Aufstiegs monokristalliner Module und ihres dominanten Marktanteils von 44 % im asiatisch-pazifischen Solarenergiemarkt
Auf Basis von Solarmodulen führen monokristalline Solarmodule den asiatisch-pazifischen Solarmarkt mit einem Marktanteil von 44 % an. Die Solarbranche durchläuft derzeit einen massiven Technologiewandel von polykristalliner (Poly) zu monokristalliner (Mono) Technologie.
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Nach Endnutzer: Wie das Segment Stromerzeugung und Großkraftwerke 65 % des gesamten Marktumsatzes ausmacht
Gemessen an den Endnutzern wird der Solarenergiemarkt im asiatisch-pazifischen Raum vom Segment der Stromerzeugung dominiert, das beeindruckende 65 % des gesamten Marktumsatzes ausmacht.
Während „Dachsolaranlagen“ aufgrund ihrer Attraktivität für Verbraucher oft Schlagzeilen machen, ist der eigentliche wirtschaftliche Motor des APAC-Solarmarktes die Stromerzeugung im Versorgungsmaßstab.
Die übrigen 35 %: Der verbleibende Markt teilt sich in gewerbliche und industrielle (C&I) Dachinstallationen sowie Wohngebäude auf. Während der Wohngebäudesektor in Australien und Japan wächst, sichert die schiere Menge an benötigten Solarmodulen für Großprojekte dem Segment der Stromerzeugung bis 2030 seine führende Position.
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Geografische Marktanalyse: Detaillierte Untersuchung der unterschiedlichen Wachstumspfade Chinas, Indiens und der aufstrebenden ASEAN-Volkswirtschaften
Der Solarmarkt im asiatisch-pazifischen Raum ist kein Monolith, sondern ein Geflecht aus unterschiedlichen Ökosystemen, die jeweils durch einzigartige regulatorische Rahmenbedingungen und Reifegrade gekennzeichnet sind.
China bleibt das unbestrittene Zentrum des globalen Solarenergiemarktes und fungiert sowohl als Hauptproduzent als auch als größter Verbraucher. Der Markt ist derzeit durch eine zweigleisige Strategie geprägt: die massiven „Saubere-Energie-Basen“ in der Wüste Gobi – die Solaranlagen im Gigawattbereich mit Höchstspannungsleitungen kombinieren – und die „Landkreis-Politik“, die die Installation von Solaranlagen auf Dächern öffentlicher Infrastruktur vorschreibt. China wird sein Ziel von 1.200 GW Wind- und Solarenergie voraussichtlich deutlich vor 2030 übertreffen. Treiber dieser Entwicklung sind staatliche Unternehmen, die der Energiesicherheit Vorrang vor reiner Profitabilität einräumen.
Indien birgt das größte Wachstumspotenzial außerhalb Chinas. Der Solarenergiemarkt im asiatisch-pazifischen Raum befindet sich in einem Strukturwandel von Importabhängigkeit hin zur inländischen Selbstversorgung, angetrieben durch das 2,4 Milliarden US-Dollar schwere Produktionsanreizprogramm (PLI). Diese Politik hat Konzerne wie Reliance und Adani dazu veranlasst, vollintegrierte Gigafabriken zu errichten. Als preissensibelster Markt der Welt wird Indien vom Segment der Großkraftwerke dominiert, wo wettbewerbsorientierte Auktionen die Solartarife häufig unter die von Kohlekraftwerken drücken und so das Land seinem Ziel von 500 GW erneuerbarer Energien näherbringen.
Die etablierten Volkswirtschaften im asiatisch-pazifischen Solarmarkt sehen sich mit erheblichen Landknappheit (Japan/Korea) und Netzüberlastung (Australien) konfrontiert. Daher konzentrieren sie sich verstärkt auf hochwertige Innovationen anstatt auf reine Produktionsmengen. Japan ist führend in der Region bei Agri-Photovoltaik (landwirtschaftliche Nutzflächen mit Doppelnutzung) und schwimmenden Offshore-Solaranlagen, um die Landknappheit zu umgehen. Australien hingegen wandelt sich von einem Vorreiter im Bereich der Dachsolaranlagen zu einem „Exporteur grüner Energie“ und investiert massiv in Produktionsstätten für grünen Wasserstoff, die mit Solarenergie betrieben werden, um seinen nördlichen Nachbarn sauberen Kraftstoff zu exportieren.
Der Solarenergiemarkt Südostasiens (Vietnam, Indonesien, Thailand) profitiert von der „China Plus One“-Strategie und entwickelt sich zu einem wichtigen alternativen Produktionsstandort, um westliche Handelszölle zu umgehen. Operativ nutzt die Region ihre geografische Lage, um zum globalen Zentrum für schwimmende Photovoltaik (FPV) zu werden. Dabei werden Solaranlagen mit bestehenden Wasserkraftwerken kombiniert, um die Infrastruktureffizienz zu maximieren.
Führende Akteure auf dem asiatisch-pazifischen Solarenergiemarkt
Marktsegmentierungsübersicht:
Durch Technologie
Durch Solarmodul
Nach Endverwendung
Nach Ländern
Der asiatisch-pazifische Solarenergiemarkt wurde im Jahr 2025 auf 481,42 Milliarden US-Dollar geschätzt. Es wird erwartet, dass er bis 2035 auf 4.741,08 Milliarden US-Dollar ansteigen wird, was einem rasanten jährlichen Wachstum von 25,7 % im Prognosezeitraum entspricht.
Photovoltaikanlagen dominieren mit einem Marktanteil von 89 % und werden voraussichtlich mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 26 % wachsen, wodurch konzentrierte Solarkraftwerke (CSP) weitgehend verdrängt werden. Bei der Hardware führen monokristalline Module mit einem Anteil von 44 % und sind aufgrund ihrer hohen Effizienz in flächenbeschränkten Märkten wie Japan und Korea beliebt.
Nein. Der Markt hat sich von Subventionsabhängigkeit zu Netzparität entwickelt. Das aktuelle Wachstum wird nicht mehr durch direkte Einspeisevergütungen, sondern durch staatliche Strategien zur Energiesicherheit (Reduzierung der Importe fossiler Brennstoffe), wettbewerbsorientierte Auktionen und Dekarbonisierungsvorgaben für Unternehmen getragen.
Das Segment Stromerzeugung (Großkraftwerke) ist der wirtschaftliche Motor und trägt 65 % zum Gesamtumsatz des Marktes bei. Angetrieben wird es von Gigawatt-großen Megaprojekten, die an Hochspannungsnetze angeschlossen sind, wie beispielsweise Chinas Wüstenkraftwerke und Indiens Solarparks.
Der Solarenergiemarkt im asiatisch-pazifischen Raum bildet ein Oligopol vertikal integrierter Großkonzerne, um ihre Gewinnmargen zu sichern. Gleichzeitig diversifizieren sich die Lieferketten durch eine „China Plus One“-Strategie, wobei Produktionsstätten nach Indien und in die ASEAN-Staaten expandieren, um westliche Handelsbarrieren zu umgehen.
Die größten Hürden sind die Netzdrosselung – wo die Übertragungsinfrastruktur mit der rasanten Erzeugungskapazität hinterherhinkt – und schwierige Landbeschaffungsprozesse in dicht besiedelten Agrarwirtschaften wie Indien und Indonesien.
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