Der Markt für kommerzielle Telematik wurde im Jahr 2024 auf 71,3 Milliarden US-Dollar geschätzt und soll bis 2033 einen Marktwert von 311,5 Milliarden US-Dollar erreichen, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 17,8 % im Prognosezeitraum 2025–2033 entspricht.
Die Nachfrage im Markt für kommerzielle Telematik ist enorm und vielschichtig. Zunächst einmal müssen die Marktteilnehmer die schiere Größe des Marktes erkennen: Allein in den USA waren Anfang 2025 bereits rund 25 Millionen GPS- und Dashcam-Geräte im Einsatz. In Nordamerika insgesamt wird die Zahl der vernetzten Geräte bis 2025 voraussichtlich 10,53 Millionen erreichen. Unterstützt wird dies durch eine installierte Basis aktiver Flottenmanagementsysteme, die von 19,8 Millionen im Jahr 2024 auf 22,4 Millionen in diesem Jahr angewachsen ist. Auch Lateinamerika verzeichnet ein starkes Wachstum mit prognostizierten 9,1 Millionen aktiven Geräten bis 2025, was die zunehmende globale Reichweite des Marktes unterstreicht.
Bestimmte Marktsegmente wirken als starke Nachfragetreiber. So ist beispielsweise die Videotelematik führend auf dem globalen Markt für kommerzielle Telematiksysteme. Die weltweit installierte Basis soll bis 2025 auf 9,74 Millionen Einheiten ansteigen. Marktführer wie Geotab verzeichnen mittlerweile über 3 Millionen aktive Abonnements, und mindestens fünf Top-Anbieter haben jeweils die Marke von 1 Million installierten Einheiten überschritten. Auch der Aftermarket bleibt ein Gigant: Die weltweiten Auslieferungen werden bis 2025 voraussichtlich 31,1 Millionen Einheiten erreichen und eine massive installierte Basis von 106,5 Millionen aktiven Einheiten unterstützen.
Darüber hinaus ist die Nachfrage dynamisch und anhaltend, was zu ständigen Veränderungen führt, von denen flexible Anbieter profitieren. Im Durchschnitt wechseln gewerbliche Fuhrparks bis 2025 alle vier bis viereinhalb Jahre ihren Telematikanbieter. Hinzu kommt, dass neue Wachstumsfelder wie die Elektromobilität die Nachfrage weiter ankurbeln – so erreichten beispielsweise die Verkäufe batterieelektrischer Fahrzeuge in den USA allein im ersten Quartal 2024 fast 258.900 Einheiten. Angesichts der Tatsache, dass mittlerweile über 100 Anbieter auf dem US-Markt konkurrieren, ist der Markt dynamisch und hart umkämpft, was spezialisierte und leistungsstarke Telematiklösungen belohnt.
Die Nachfrage nach Telematik-Steuergeräten (TCUs) wird durch die Entwicklung des Fahrzeugs hin zu einem softwaredefinierten, vernetzten Gerät grundlegend verändert. Haupttreiber des Wachstums von TCUs in der kommerziellen Telematik ist die zunehmende Verbreitung fortschrittlicher Konnektivitätsstandards. Bis 2025 werden über 20 Millionen Neufahrzeuge mit 5G-fähigen TCUs ausgestattet sein – ein notwendiges Upgrade, um die immensen Datenmengen aus der V2X-Kommunikation (Vehicle-to-Everything) und fortschrittlichen Fahrerassistenzsystemen (ADAS) zu bewältigen. Ein einzelnes autonomes Testfahrzeug kann täglich bis zu einem Terabyte an Daten generieren, wodurch leistungsstarke TCUs mit Mehrkernprozessoren für Automobilhersteller unverzichtbar werden.
Regulatorische Vorgaben sind ein weiterer starker Treiber für Telematik-Steuergeräte. Die europäische Allgemeine Sicherheitsverordnung 2 (GSR2), die ab Juli 2024 gilt, schreibt Funktionen wie intelligente Geschwindigkeitsassistenzsysteme und Ereignisdatenschreiber in allen Neufahrzeugen gesetzlich vor und treibt damit die Nachfrage nach leistungsfähigeren Telematik-Steuergeräten (TCUs) an, die Daten in Echtzeit verarbeiten und sicher speichern können. Auch der weltweite Boom bei Elektrofahrzeugen, die 2024 fast ein Fünftel aller Neuwagenverkäufe ausmachten, erzeugt eine spezielle Nachfrage. Elektrofahrzeuge sind auf TCUs für wichtige Funktionen wie die Überwachung des Batteriezustands, das Wärmemanagement und die nahtlose Kommunikation mit einem globalen Netzwerk von über einer Million öffentlicher Ladepunkte angewiesen.
Diese Umstellung wandelt die Telematik-Steuereinheit (TCU) von einem einfachen Modem zur zentralen Kommunikations- und Datenzentrale des Fahrzeugs. Automobilhersteller nutzen sie nun für hochwertige Dienste wie drahtlose Software-Updates (OTA), vorausschauende Wartung und die Generierung neuer Einnahmequellen durch Datenverwertung. Bis 2025 werden weltweit über 50 Millionen Fahrzeuge funktionsfähige OTA-Updates erhalten – ein Service, der vollständig von den Fähigkeiten der Telematik-Steuereinheit abhängt und ihre Rolle als unverzichtbare Komponente für die Mobilität der Zukunft festigt.
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Die Integration in das Ökosystem der Lieferkette treibt die Nachfrage nach Telematiksystemen der nächsten Generation für Nutzfahrzeuge voran.
Der Markt für Telematiksysteme für Nutzfahrzeuge wird heute nicht mehr allein durch die eigenständige Fahrzeugortung bestimmt. Vielmehr ist er geprägt von der tiefen Integration in das gesamte Ökosystem der Lieferkette. Führende Transportmanagementsysteme (TMS) verarbeiten im Jahr 2024 durchschnittlich 30 Millionen Transaktionen täglich und nutzen dabei Telematikdaten zur Validierung. Flottenbetreiber erwarten zudem eine nahtlose Konnektivität. Top-Telematikplattformen bieten bis 2025 über 250 verschiedene öffentliche API-Endpunkte für individuelle Integrationen. Große Plattformen für Transparenz im Frachtverkehr wie project44 nutzen ein Netzwerk von über 1.000 einzigartigen Telematik- und Speditionsdatenquellen. Auch die Plattform von FourKites integriert Daten von mehr als 850 verschiedenen Telematikanbietern weltweit, um durchgängige Transparenz zu gewährleisten.
Diese hohe Integration schafft eine umfassendere Datenumgebung, in der der Kontext von entscheidender Bedeutung ist. So analysieren KI-Modelle in der Logistik im Jahr 2025 beispielsweise mindestens 50 verschiedene Datenpunkte pro Sendung, wobei die Telematik mindestens 15 Eingangsdaten liefert, darunter Standort, Temperatur und Türstatus. Um diese Komplexität im Markt für kommerzielle Telematik weiter zu verdeutlichen: Ein durchschnittliches Unternehmen nutzt im Jahr 2024 mindestens drei separate Plattformen – Transportmanagementsystem (TMS), Warenwirtschaftssystem (WMS) und Telematik – für sein Logistikmanagement. Plattformen, die eine zentrale Datenansicht bieten, sind daher zunehmend gefragt. Darüber hinaus überstieg die Anzahl der Datenaustauschvereinbarungen zwischen Telematikunternehmen und Speditionen im Jahr 2024 die Marke von 5.000. Der Nutzen dieser Integration liegt auf der Hand: Sie trägt dazu bei, durchschnittlich vier Leerfahrten pro Fahrzeug und Tag zu reduzieren – eine wichtige Kennzahl für große Flotten. Führende Plattformen verarbeiten mittlerweile mehr als zwei Milliarden Breiten- und Längengrad-Datenpunkte pro Tag.
Neben der Integration in das Ökosystem ist die Monetarisierung von Fahrerassistenzsystemen (ADAS) und Fahrzeugsensordaten ein weiterer entscheidender Treiber für den Markt für kommerzielle Telematik. Moderne Nutzfahrzeuge generieren enorme Datenmengen; beispielsweise erzeugt ein einzelner Lkw mit ADAS der Stufe 2 im Jahr 2024 über 10 Gigabyte Daten pro Betriebsstunde. Diese Daten umfassen Tausende von Einzelereignissen, wobei im Jahr 2025 durchschnittlich 35 ADAS-Warnungen – wie Spurverlassens- oder Kollisionswarnungen – pro gefahrenen 160 Kilometern ausgelöst werden. Versicherer und Flottenmanager fordern zunehmend Zugriff auf diese detaillierten Informationen, um Risikomodelle der nächsten Generation und Schulungsprogramme zu entwickeln.
Der Umfang der Datenerfassung im Markt für kommerzielle Telematik ist immens. So erfasste beispielsweise die Kartierungsplattform Road Experience Management (REM) von Mobileye im Jahr 2024 täglich Daten von über 25 Millionen Kilometern Straßen. Vernetzte Versicherungsprogramme benötigen ab 2025 mindestens 20 verschiedene Datenparameter von Telematiksystemen – im Vergleich zu nur fünf vor wenigen Jahren. Darüber hinaus testen ADAS-Simulationsplattformen derzeit über 100.000 verschiedene Fahrszenarien. Die US-amerikanische National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) erhielt im Jahr 2024 über 900 Unfallberichte im Zusammenhang mit ADAS in schweren Lkw. Jeder Bericht stellt ein datenreiches Ereignis dar, das Flottenbetreiber sorgfältig analysieren müssen. Schließlich können fortschrittliche Telematikplattformen im Jahr 2025 mehr als 500 verschiedene Diagnosefehlercodes verarbeiten und kategorisieren und so detaillierte Einblicke in den Fahrzeugzustand und dessen Auswirkungen auf die Sicherheitssysteme ermöglichen.
Mit einem Marktanteil von 71,95 % ist das Dienstleistungssegment der entscheidende Motor des Marktes für kommerzielle Telematik. Zu den wichtigsten Lösungen in diesem Segment gehören Flottenverfolgung und -überwachung, Fahrerverhaltensmanagement, vorausschauende Wartung sowie Sicherheits- und Compliance-Dienstleistungen. Die Nachfrage nach diesen Lösungen ist außerordentlich hoch, da sie einen spürbaren Return on Investment bieten. Unternehmen können dadurch erhebliche Kostensenkungen erzielen, die betriebliche Effizienz steigern, die Fahrersicherheit verbessern und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften gewährleisten. Telematikdienste adressieren beispielsweise direkt zentrale operative Herausforderungen wie Kraftstoffverbrauch, Wartungskosten und Fahrzeugverfügbarkeit. Durch die Bereitstellung verwertbarer Daten ermöglichen diese Dienste Flottenmanagern fundierte Entscheidungen, die sich unmittelbar auf das Geschäftsergebnis auswirken.
Die Effektivität dieser Dienste wird durch überzeugende Leistungskennzahlen im Markt für kommerzielle Telematiksysteme belegt. Eine Flotte von nur 15 Fahrzeugen kann durch Optimierung jährliche Einsparungen von bis zu 15.000 US-Dollar erzielen. Vorausschauende Wartungsdienste können Fahrzeugausfälle um bemerkenswerte 75 % reduzieren und ungeplante Ausfallzeiten um bis zu 40 % senken. Darüber hinaus können Lösungen zur Verbesserung des Fahrverhaltens, wie z. B. Leerlaufwarnungen, einer großen Flotte monatlich rund 3.700 US-Dollar einsparen. Routenoptimierungsdienste ermöglichen Einsparungen von bis zu zwei Stunden pro Fahrzeug und Tag. Die zunehmende Verbreitung ist offensichtlich: In Nordamerika werden voraussichtlich 6,1 Millionen und in Europa über 1,6 Millionen Videotelematiksysteme aktiv sein (Stand: 2024). Weltweit zeigt sich die Bedeutung dieser Technologie am Beispiel des Hardwareanbieters Streamax mit über 4 Millionen installierten mobilen DVRs. Der Fokus auf Sicherheit steht dabei an erster Stelle: Über 90 % der Flottenbetreiber betrachten Telematik als unverzichtbaren Bestandteil ihrer Sicherheitsstrategie. Hintergrund ist die Notwendigkeit, die alarmierende Zahl von 1,19 Millionen Verkehrstoten weltweit jährlich zu reduzieren.
Mit einem Marktanteil von 42,80 % weist das Segment Transport und Logistik im Markt für kommerzielle Telematik die höchste Nachfrage nach Telematiklösungen auf. Für Unternehmen in diesem Sektor ist Effizienz von höchster Bedeutung. Telematik bietet die essenziellen Werkzeuge für Überleben und Wachstum und ermöglicht präzise Routenoptimierung, Echtzeit-Asset-Tracking und sorgfältiges Kraftstoffmanagement. Der Sektor setzt auf Telematik, um die Liefereffizienz zu steigern, die Betriebskosten deutlich zu senken und den Kundenservice durch zuverlässige, nachverfolgbare Sendungen zu verbessern. Die strengen regulatorischen Rahmenbedingungen, einschließlich der Lenk- und Ruhezeitvorschriften, unterstreichen die Notwendigkeit der automatisierten Compliance-Überwachung, die Telematiksysteme bieten.
Die Auswirkungen auf den Betrieb sind enorm. Telematikgestützte Routenplanung kann die Anzahl der täglichen Lieferungen um 10–15 % steigern und gleichzeitig die Kraftstoffkosten um 20–25 % senken. Im kommerziellen Telematikmarkt reduziert sie zudem die Gesamtfahrleistung der Flotte um 5–10 %. Neben der Routenplanung senken diese Systeme die Wartungskosten drastisch um 25 % und reduzieren den Verwaltungsaufwand für die Flotte um unglaubliche 80 %. Die vorausschauenden Funktionen sind ein echter Wendepunkt: Warnmeldungen können bis zu 15 Tage vor einem potenziellen Fahrzeugausfall versendet werden. Flotten, die diese Technologien einsetzen, berichten von deutlichen Sicherheitsverbesserungen: 72 % verzeichnen weniger Unfälle und Schadensfälle. Dies entspricht einem dringenden Bedarf, denn Sicherheit hat für 48 % der US-Fuhrparkmanager höchste Priorität angesichts steigender Unfallzahlen. Die umfassenden Vorteile machen die Einführung dieser Technologien zu einer Wettbewerbsnotwendigkeit.
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Originalgerätehersteller (OEMs) haben sich einen Marktanteil von 61 % gesichert und sind damit der dominierende Akteur im Anbietermarkt. Die führende Position des OEM-Segments basiert auf dem zunehmenden Trend zu werkseitig eingebauten Telematiksystemen. Dieser Ansatz eliminiert Installationskosten und Fahrzeugausfallzeiten für Kunden. Noch wichtiger ist, dass OEM-Systeme tief in die Fahrzeughardware integriert sind und Zugriff auf einen umfassenderen und genaueren Datensatz bieten, einschließlich firmeneigener Informationen wie präziser Reifendruckwerte und detaillierter Diagnosefehlercodes. Diese nahtlose Integration gewährleistet höhere Zuverlässigkeit und sofortige Einsatzbereitschaft für Flottenbetreiber.
Der Einfluss der Fahrzeughersteller ist enorm. Schätzungsweise 82,7 % aller Neufahrzeuge werden 2024 mit integrierter Telematik ausgestattet sein. Dies setzt den Trend von 2023 fort, als bereits rund 75 % der verkauften Neuwagen ab Werk mit solchen Systemen ausgestattet waren. Infolgedessen erreichte die Zahl vernetzter Nutzfahrzeuge in Nordamerika 2024 zwischen 17 und 18 Millionen – eine Zahl, die bis 2029 voraussichtlich 30 Millionen übersteigen wird. Der Gesamtabsatz von Nutzfahrzeugen von rund 27,45 Millionen im Jahr 2023 unterstreicht das enorme Marktpotenzial, das die Fahrzeughersteller direkt erschließen. Diese Systeme verlängern nachweislich die Lebensdauer eines Fahrzeugs um bis zu 30 %. Kooperationen, wie beispielsweise Partnerschaften zwischen großen Herstellern wie Daimler Truck und Navistar mit Telematikplattformen, beschleunigen die Innovation zusätzlich und festigen die führende Position der Fahrzeughersteller im Markt für Nutzfahrzeugtelematik.
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Der Markt für Telematiksysteme für Nutzfahrzeuge in Nord- und Südamerika ist unangefochtener Weltmarktführer mit einem beeindruckenden Marktanteil von 33,95 %. Ein wesentlicher Faktor für diese Dominanz ist die enorme Verbreitung dieser Technologie in der gesamten Region. Allein im US-amerikanischen Markt für Nutzfahrzeugtelematik, einem der wichtigsten Märkte in Nord- und Südamerika, waren Anfang 2025 über 1,1 Millionen aktive Transportunternehmen bei der FMCSA registriert. Ergänzend dazu brachte die im Januar 2024 in Kraft getretene ELD-Pflicht in Kanada weitere 180.000 Transportunternehmen in das System. Die installierte Basis aktiver Videotelematiksysteme in der Region erreichte 2024 6,1 Millionen Einheiten, während die werkseitig eingebauten Telematiksysteme in neuen Lkw der Klasse 8 allein im Jahr 2024 die Marke von 450.000 Einheiten überschritten.
Die Reife des Telematikmarktes für Nutzfahrzeuge in Nord- und Südamerika spiegelt sich auch in seinen fortschrittlichen Datenkapazitäten wider. Allein in den USA gab es 2025 über 300 zertifizierte ELD-Anbieter, die bei der FMCSA registriert waren. Ein durchschnittlicher vernetzter Lkw in den USA übermittelt mittlerweile über 500 Datenpunkte pro Minute. Bis 2025 werden in Nordamerika über 3 Millionen Nutzfahrzeuge mit 5G-fähiger Telematik-Hardware ausgestattet sein. Auch die Infrastruktur für Elektroflotten ist gut ausgebaut: Anfang 2025 gab es in den USA über 150.000 öffentliche Ladestationen. Die fünf größten regionalen Anbieter verwalten zusammen Daten von über 8 Millionen vernetzten Fahrzeugen, und 2024 nutzten über 25 US-Bundesstaaten Telematik für Programme zur Straßennutzungsgebühr.
Der europäische Markt für Nutzfahrzeugtelematik ist stark von strengen regulatorischen Rahmenbedingungen geprägt. Mit dem Inkrafttreten des Mobilitätspakets 1 im Jahr 2024 wurde der Einbau von intelligenten Fahrtenschreibern der zweiten Generation in alle neuen Lkw vorgeschrieben, was jährlich über 400.000 Fahrzeuge betrifft. Ab 2025 unterliegen in der Europäischen Union über 6 Millionen schwere Nutzfahrzeuge diesen Fahrtenschreibervorschriften. Darüber hinaus schreibt die Allgemeine Sicherheitsverordnung 2 (GSR2), die im Juli 2024 in Kraft trat, acht neue Sicherheitsmerkmale, darunter die intelligente Geschwindigkeitsassistenz, für alle neuen Fahrzeuge vor und fördert so die Integration von Fahrzeugtelematik durch die Fahrzeughersteller.
OEMs spielen eine zentrale Rolle im europäischen Markt für Nutzfahrzeugtelematik. Im Jahr 2024 lieferten die sieben größten europäischen Lkw-Hersteller – DAF, Daimler, Ford, Iveco, MAN, Scania und Volvo – zusammen über 90 % ihrer neuen schweren Lkw mit werkseitig installierten Telematiksystemen aus. Der 2024 von der Europäischen Kommission eingerichtete Datenaustauschrahmen bietet Drittanbietern ein standardisiertes Zugriffsmodell auf Fahrzeugdaten der OEMs. Darüber hinaus haben über 200 Städte in ganz Europa Umweltzonen eingeführt, die Telematik zur Zugangskontrolle vorschreiben. Anfang 2025 gab es auf dem Kontinent außerdem über 700.000 öffentliche Ladepunkte für Elektrofahrzeuge. Der Europäische Geostationäre Navigationsdienst (EGNOS) ermöglicht Telematikgeräten eine Positionsgenauigkeit von bis zu einem Meter.
Der Markt für kommerzielle Telematik im asiatisch-pazifischen Raum verzeichnet ein explosionsartiges Wachstum, angetrieben durch massive Investitionen in Logistik und Infrastruktur. In China überstieg die Zahl vernetzter Nutzfahrzeuge Anfang 2025 acht Millionen Einheiten, vorwiegend zur Einhaltung gesetzlicher Vorgaben nationaler Überwachungssysteme. Indiens verpflichtende Regelung zur Fahrzeugortung (VLTD) und zum Notrufknopf umfasste 2024 bereits über 2,5 Millionen Fahrzeuge des öffentlichen Nahverkehrs. In Japan gilt die Pflicht zur Nutzung fortschrittlicher digitaler Fahrtenschreiber für eine Flotte von über 1,2 Millionen Nutzfahrzeugen.
Die Region ist von enormer Bedeutung. Allein im Jahr 2024 wurden im E-Commerce-Logistiksektor Südostasiens über 500.000 neue, mit Telematik ausgestattete Lieferfahrzeuge in Betrieb genommen. Australiens Intelligent Access Program (IAP) für schwere Nutzfahrzeuge setzt auf zertifizierte Telematiksysteme in über 20.000 Lkw. Südkoreas führende Automobilhersteller Hyundai und Kia rüsteten 2024 über 700.000 neue, im Inland verkaufte Nutzfahrzeuge werkseitig mit Telematik aus. Im Jahr 2025 wird es in China über 1,5 Millionen aktive 5G-Basisstationen geben, die eine robuste Konnektivität für fortschrittliche Telematiksysteme gewährleisten. Auch der ASEAN-Speditionsverband befürwortet den Einsatz von Telematik zur Erleichterung des grenzüberschreitenden Handels zwischen seinen zehn Mitgliedstaaten.
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