Marktszenario
Der Markt für Navigationssysteme im Armaturenbrett hatte im Jahr 2025 einen Wert von 22,75 Milliarden US-Dollar und soll bis 2035 einen Marktwert von 64,60 Milliarden US-Dollar erreichen, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 11 % im Prognosezeitraum 2026–2035 entspricht.
Wichtigste Ergebnisse
Während Privatkäufer die eigentlichen Endnutzer von Navigationssystemen im Auto sind, sind die Hauptabnehmer dieser umfangreichen Technologiepakete globale Fahrzeughersteller (OEMs), Reiseveranstalter und Flottenbetreiber. General Motors beispielsweise hat sich verpflichtet, Google in den Jahren 2024 und 2025 in 50 verschiedenen Modellen zu integrieren. Diese OEMs fungieren als Großabnehmer von Navigationslizenzen, um ihre digitalen Cockpits zu standardisieren. Neben den traditionellen Automobilherstellern hat der Aufstieg der autonomen Mobilität eine neue, kaufkräftige Kundengruppe hervorgebracht: Robotaxi-Flotten.
Waymo, das wöchentlich 150.000 bezahlte Fahrten abwickelt, und Baidu Apollo Go mit insgesamt 17 Millionen Fahrten verbrauchen hochauflösende Navigationsdaten in bisher unerreichtem Umfang. Diese Unternehmen benötigen „HD-Karten“ mit Fahrbahnkrümmung und Ampelsteuerung, die weit über die Anforderungen handelsüblicher GPS- und IP-basierter Geolokalisierungsdienste . Auch Logistikkonzerne beeinflussen den Markt für Navigationssysteme im Armaturenbrett. Angesichts der angespannten globalen Lieferketten benötigen Flottenmanager Navigationssysteme mit integrierter Telematik. 75 % der neuen Nutzfahrzeuge werden 2025 bereits über eine integrierte Konnektivität verfügen, um Routen hinsichtlich Kraftstoffverbrauch und Wetter zu optimieren. Dadurch werden Logistikunternehmen zu wichtigen Akteuren im Systemdesign.
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Wie wettbewerbsintensiv ist der Markt und wer sind die führenden Akteure?
Der Markt für Navigationssysteme im Armaturenbrett ist hart umkämpft und ein erbitterter Kampf zwischen etablierten Tier-1-Zulieferern und den Tech-Giganten aus dem Silicon Valley. Im Mittelpunkt des Wettbewerbs steht die Datenhoheit. Google hat den Sektor grundlegend verändert: Android Auto ist mittlerweile mit 250 Millionen Autos weltweit kompatibel und zwingt etablierte Automobilhersteller praktisch dazu, entweder Googles Ökosystem zu übernehmen oder Milliarden zu investieren, um dagegen anzukommen. Als Reaktion darauf ziehen sich Tier-1-Spezialisten zurück. HERE Technologies sicherte sich einen dominanten Marktanteil von 59 % bei Karteninhalten in Europa und nutzte dabei seine starke Position bei sicherheitskritischen Daten, deren Zertifizierung für die Tech-Giganten eine Herausforderung darstellt.
Die Hardwareanbieter stehen in starkem Wettbewerb. LG Display gewinnt Marktanteile mit riesigen Geräten wie dem 27-Zoll-P-OLED für Genesis, während Garmin im Segment der Automobilzulieferer (OEM) einen Umsatzanstieg von 30 % verzeichnete. Dies beweist, dass etablierte Unternehmen durch die Neuausrichtung auf Domänencontroller überleben können. Auch die Sprachintegration ist ein hart umkämpftes Feld: Cerence hält einen Marktanteil von 52 % bei In-Car-Assistenten und fungiert als Kontrollinstanz für die Interaktion von Fahrern mit dem Navigationssystem. Im Wettbewerb geht es nicht nur darum, wer die beste Karte hat, sondern auch darum, wer die digitale Präsenz auf dem Armaturenbrett kontrolliert.
Welche aktuellen Entwicklungen prägen das Marktökosystem?
Die technologische Entwicklung in den Jahren 2024 und 2025 wird maßgeblich durch die Verschmelzung von Navigation, Sicherheit und Unterhaltung geprägt sein. Eine entscheidende Entwicklung ist die physische Erweiterung der Benutzeroberfläche: Mercedes-Benz' 56-Zoll-Hyperscreen und Lincolns 48-Zoll-Panoramadisplay haben die Navigation von einem reinen Hilfsmittel zu einem kinoreifen Erlebnis gemacht. Gleichzeitig erlebt der Markt für Navigationssysteme im Armaturenbrett einen Boom bei der Integration von Gaming-Engines. Automobilhersteller nutzen die Unreal Engine und Unity, um 3D-Karten zu rendern, die die reale Welt inklusive Live-Wetter- und Lichteffekten detailgetreu abbilden.
Regulatorischer Druck ist ein weiterer wichtiger Entwicklungsfaktor. Die EU-Vorschrift für intelligente Geschwindigkeitsassistenzsysteme (ISA), die im Juli 2024 in Kraft trat, verpflichtete alle Neuwagen zur Mitführung kartenbasierter Geschwindigkeitsbegrenzungsdaten. Diese Verordnung kriminalisierte die herkömmliche Navigation, da Systeme gemäß GSR-II-Standard eine Genauigkeit von 90 % bei den Geschwindigkeitsbegrenzungen aufweisen müssen. Infolgedessen brachten Kartenanbieter wie TomTom Produkte wie „Orbis Maps“ auf den Markt, die 86 Millionen Kilometer abdecken und speziell auf diese Anforderungen zugeschnitten sind.
Wie steuern China und die USA die Dynamik des globalen Marktes?
Geopolitisch ist der Markt für Navigationssysteme im Armaturenbrett zwischen den USA und China aufgeteilt, wobei beide Länder unterschiedliche Strategien verfolgen. Der US-Markt fungiert als globales Zentrum für die Monetarisierung von Software und die Integration in das Ökosystem. Angesichts von 850.000 Fahrzeugdiebstählen im Jahr 2024 bevorzugen US-Verbraucher Navigationssysteme mit permanenten Ortungs- und Wiederherstellungsfunktionen. Auch bei der Routenplanung für Elektrofahrzeuge sind die USA führend in Sachen Innovation: Fords Integration von 15.000 Tesla Superchargern in sein Navigationssystem setzt weltweit Maßstäbe für Interoperabilität.
Umgekehrt ist China der Motor für infrastrukturbasierte Innovationen im Markt für Navigationssysteme im Armaturenbrett. Das Land prognostiziert bis 2028 eine nahezu 100%ige Konnektivität in Neuwagen. Chinesische OEMs wie XPeng implementieren Navigationssoftware (XNGP), die in 259 Städten funktioniert und die Grenzen des autonomen Fahrens in Pkw erweitert. Die Kartierung von 300.000 Kilometern Autobahn durch NavInfo für automatisiertes Fahren unterstreicht Chinas Strategie: eine hohe, staatlich geförderte Datendichte. Während die USA den Fokus auf die Nutzererfahrung und Abonnementumsätze (SaaS) legen, konzentriert sich China auf die Fahrzeug-zu-Allem-Integration (V2X) und ist damit die am schnellsten wachsende Region für fortschrittliche autonome Navigationshardware.
Welche Schlüsseltrends sichern die Zukunft des Marktes für Navigationssysteme im Armaturenbrett?
Mehrere transformative Trends sichern die Langlebigkeit und Relevanz eingebetteter Systeme. An erster Stelle steht die absolute Notwendigkeit von „EV-Intelligenz“. Angesichts von weltweit über 5 Millionen öffentlichen Ladepunkten müssen Navigationssysteme die Stationen nun nach Ladeleistung (150 kW+) und Verfügbarkeit filtern. Porsches „Charging Planner“, der die Batterien 20 Minuten vor dem Ladevorgang vorkonditioniert, verdeutlicht, dass Navigation heute mehr als nur eine Karte ist – sie ist ein mechanisches Steuerungssystem.
Zweitens verändert die „Abonnementökonomie“ die Umsatzmodelle. Mercedes-Benz’ jährliche Gebühr von 2.650 US-Dollar für Drive Pilot und Teslas monatliches FSD-Abonnement von 99 US-Dollar beweisen, dass Nutzer bereit sind, für überlegene Navigationslogik zu zahlen. Schließlich verändert generative KI die Benutzeroberfläche. Volkswagens Integration von ChatGPT und Li Autos „Mind GPT“ ermöglicht es dem Markt für Navigationssysteme im Armaturenbrett, sich von starren Befehlseingaben hin zu natürlicher Konversation zu entwickeln. Fahrer können nun beispielsweise nach einer „landschaftlich reizvollen Route mit einem Café“ fragen, und die KI verarbeitet komplexe Parameter in Echtzeit. Diese Trends bestätigen, dass sich der Markt von der reinen Wegbeschreibung hin zu intelligenten, personalisierten Reiseerlebnissen wandelt.
Segmentanalyse
Systemdominanz durch integrierte/OEM-Lösungen: Automobilhersteller erobern die Kontrolle über Daten und Abonnementumsätze zurück
Der Marktanteil von 61 % im Bereich der integrierten Navigationssysteme wird durch eine strategische Neuausrichtung der Automobilhersteller vorangetrieben, die das digitale Armaturenbrett von Silicon Valley zurückerobern wollen. Im Jahr 2025 erlebte die Branche einen entscheidenden Wandel, da große Akteure wie General Motors (GM) und Mercedes-Benz die Smartphone-Anbindung zugunsten eigener, datenreicher Betriebssysteme schrittweise abschafften oder weniger priorisierten.
Die Entscheidung von GM, die Smartphone-Projektion in seinen Elektrofahrzeugen abzuschaffen, verdeutlicht diesen Trend im Markt für Navigationssysteme im Armaturenbrett. Indem GM die Nutzer auf die native Ultifi-Plattform zwingt, will das Unternehmen einen Teil der prognostizierten 20–25 Milliarden Euro jährlichen Softwareumsätze bis 2030 sichern. Ähnlich kündigte Stellantis im Dezember 2021 eine Softwarestrategie mit STLA SmartCockpit (Bestandteil der Plattformen STLA Brain und STLA AutoDrive) an, um bis 2030 zusätzliche jährliche Umsätze von rund 20 Milliarden Euro durch softwarebasierte Dienste und Abonnements in 34 Millionen vernetzten Fahrzeugen zu generieren. Diese OEM-Systeme bieten mittlerweile eine tiefgreifende Integration, die Smartphones nicht erreichen können, wie beispielsweise die Batterievorbereitung für Elektrofahrzeuge auf Basis von Navigationsdaten. Durch die Kontrolle des „Systemtyps“ stellen die Automobilhersteller sicher, dass sie selbst und nicht Drittanbieter-Technologiekonzerne die Fahrerdaten und Käufe im Fahrzeug monetarisieren.
Nach Fahrzeugtyp dominieren Pkw: Die zunehmende Verbreitung von Elektrofahrzeugen und die verstärkte Nutzung von Sicherheitssystemen treiben das Massenmarktvolumen an
Pkw erreichten einen Marktanteil von 56,50 % bei Navigationssystemen im Armaturenbrett, da sich das „digitale Cockpit“ – maßgeblich getrieben durch die Elektrifizierung des Individualverkehrs – von einem Luxusmerkmal zu einem Massenmarktstandard entwickelt hat. Anders als bei Nutzfahrzeugen, wo die Funktionalität im Vordergrund steht, wird das Pkw-Segment von der Kundennachfrage nach einem „Smartphone-im-Rad“-Erlebnis bestimmt.
Elektromobilität (EV) im Jahr 2025 war ein entscheidender Katalysator. Elektrofahrzeuge benötigen hochintegrierte Navigationssysteme, um Reichweitenangst zu minimieren – die Routenberechnung erfolgt anhand des Batteriezustands in Echtzeit, des Terrains und der Verfügbarkeit von Ladestationen. Die Softwareabteilung von Volkswagen, CARIAD, hat sich mit TomTom zusammengetan, um ein Navigationssystem der nächsten Generation speziell für die Bedürfnisse von Elektrofahrzeugen im Pkw-Segment zu entwickeln. Daten der OICA (Internationaler Verband der Kraftfahrzeughersteller) zeigen zudem, dass Pkw weiterhin über 70 % der weltweiten Fahrzeugproduktion ausmachen. Da selbst Einstiegsmodelle von Marken wie Toyota und Hyundai mittlerweile serienmäßig mit Navigationssystemen zur Unterstützung von Fahrerassistenzsystemen , übertrifft das Absatzvolumen im Pkw-Segment alle anderen Segmente bei Weitem.
Technologisch dominiert kartenbasiertes GPS: Verbindliche Sicherheitsvorschriften festigen die Technologieführerschaft
Kartenbasierte GPS-Navigationssysteme sicherten sich 49 % des Marktes für Navigationssysteme im Armaturenbrett, nicht nur wegen der Routenführung, sondern auch, weil sie ab 2025 zur gesetzlichen Pflicht für die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften wurden. Hauptgrund hierfür ist die Allgemeine Sicherheitsverordnung (GSR) der Europäischen Union, insbesondere die Vorschrift für Intelligente Geschwindigkeitsassistenzsysteme (ISA), die ab Juli 2024 für alle neu zugelassenen Fahrzeuge in der EU verpflichtend ist.
Reine Kamerasysteme erkennen häufig weder implizite Geschwindigkeitsbegrenzungen noch verdeckte Schilder. Daher setzen Automobilhersteller verstärkt auf kartenbasierte Daten als verlässliche Grundlage für Fahrzeugsicherheitssysteme. HERE Technologies berichtete, dass bis Mitte 2024 über 33 Fahrzeughersteller mit insgesamt 70 Marken Verträge zur Nutzung ihrer ISA-Kartendaten unterzeichnet hatten, um diese gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen. Darüber hinaus ist kartenbasierte Technologie weiterhin überlegen für autonomes Fahren der Stufen 2+ und 3. Mercedes-Benz nutzt mit seinem Drive Pilot-System hochauflösende Karten (HD-Karten) für eine sichere Navigation ohne Fahrereingriff und beweist damit, dass statische Sensoren ohne einen raumbezogenen digitalen Zwilling nicht ausreichen.
Nach Displaytyp dominieren Touchscreen-Displays: Das Zeitalter der „Säulen-zu-Säulen“-Hyperdisplays
Touchscreen-Displays erreichten einen Marktanteil von 70,11 % bei Navigationssystemen im Armaturenbrett, während physische Tasten im Automobildesign immer mehr an Bedeutung verloren. Diese Dominanz lässt sich durch den branchenweiten Trend zur „Zonenarchitektur“ erklären, bei der eine einzige Softwareoberfläche Klima, Medien und Navigation steuert und so die Kosten und Komplexität der physischen Verkabelung und Schalter deutlich reduziert.
Der Trend im Jahr 2025 wird von Größe und Integration bestimmt, insbesondere vom rahmenlosen Display. LG Display, ein wichtiger Zulieferer für Premium-OEMs, hat die Massenproduktion von typischerweise über 40 Zoll großen P-OLED-Bildschirmen beschleunigt, die das gesamte Armaturenbrett einnehmen. Mercedes-Benz führt diese visuelle Revolution mit seinem MBUX Hyperscreen , während Wettbewerber im Massenmarkt mit größeren, freistehenden Touchpanels nachziehen. Obwohl Sicherheitsorganisationen wie Euro NCAP die Rückkehr einiger physischer Bedienelemente fordern, sind Touchscreens aufgrund ihrer Kosteneffizienz und Aktualisierbarkeit für OEMs unschlagbar. Ein Software-Update kann die Funktion einer Touchscreen-Taste sofort ändern, während eine physische Taste statisch ist. Dadurch werden Touchscreens zur optimalen Schnittstelle für das moderne softwaredefinierte Fahrzeug (SDV).
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Regionale Analyse
Nordamerika dominiert mit Abonnementmodellen und der Integration von Elektrofahrzeugen
Nordamerika dominiert derzeit mit einem Marktanteil von 34 % den Markt für Navigationssysteme im Armaturenbrett. Dies ist vor allem auf den starken Trend hin zu softwaredefinierten Fahrzeugen zurückzuführen. Die Stärke der Region liegt in der rasanten Kommerzialisierung digitaler Cockpits. General Motors hat diesen Trend beispielhaft verdeutlicht, indem das Unternehmen Google Built-in in den Jahren 2024/2025 in 50 verschiedenen Modellen standardisierte und so Millionen von Nutzern in ein einheitliches Navigationssystem einband. Ford festigte den Infrastrukturvorsprung der Region zusätzlich, indem 15.000 Tesla Supercharger in die Routenplanung integriert wurden und damit die Reichweitenangst der Kunden direkt adressiert wurde.
Darüber hinaus treibt der hohe Wert der Vermögenswerte die Nachfrage nach Sicherheit an; da 850.000 Fahrzeugdiebstähle verzeichnet wurden, priorisierten Verbraucher und Versicherer gleichermaßen Navigationsgeräte mit integrierter Ortungsfunktion.
Asien-Pazifik beschleunigt Fortschritte durch Pilotprojekte für autonomes Fahren und Konnektivitätsstandards
Dicht dahinter folgt der Markt für Navigationssysteme im asiatisch-pazifischen Raum, der aufgrund hoher Investitionen in autonomes Fahren und hochauflösende Karten rasant wächst. Baidu Apollo Go absolvierte bis Ende 2025 beeindruckende 17 Millionen Fahrten mit Robotaxis in China und bestätigte damit die Zuverlässigkeit lokaler Navigationssysteme in komplexen städtischen Umgebungen. XPeng erweiterte die Abdeckung seines Fahrerassistenzsystems XNGP auf 259 Städte und bewies damit, dass regionale Software die automatisierte Tür-zu-Tür-Navigation ermöglicht.
Die Dominanz in der Lieferkette spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle, da LG Display die Massenproduktion von 27-Zoll-Panoramabildschirmen speziell für Genesis aufnahm und damit neue Hardwarestandards setzte. Darüber hinaus kartierte NavInfo erfolgreich 300.000 Kilometer chinesischer Autobahnen, um die von chinesischen Elektrofahrzeugherstellern benötigten hochpräzisen Ortungsdienste zu unterstützen.
Europa sichert Wachstum durch strenge Sicherheitsvorschriften und erstklassige Innovation
Europa bleibt ein führender Markt für Navigationssysteme im Armaturenbrett, angetrieben durch regulatorische Vorgaben und hohe Fahrzeugstandards. Der Markt für Navigationssysteme im Armaturenbrett wird hier durch die EU-Vorschrift zur intelligenten Geschwindigkeitsassistenz gestärkt, die ab Juli 2024 für alle Neufahrzeuge gilt und die kartenbasierte Erkennung von Geschwindigkeitsbegrenzungen erfordert.
Das Marktvertrauen spiegelt sich im soliden Auftragsbestand von TomTom im Automobilbereich wider, der sich zuletzt auf 2,2 Milliarden US-Dollar belief. OEMs monetarisieren diese Aufträge effektiv, um wiederkehrende Einnahmen zu generieren; Mercedes-Benz berechnet jährlich rund 2.650 US-Dollar für sein navigationsabhängiges Drive Pilot-System. Auch Stellantis unterstützt das regionale Ökosystem und verzeichnet 5 Millionen Abonnenten vernetzter Dienste, die diese hochentwickelten Kartentools aktiv für den täglichen Verkehr nutzen.
Aktuelle Entwicklungen auf dem Markt für Navigationssysteme im Armaturenbrett
Führende Unternehmen auf dem Markt für Navigationssysteme im Armaturenbrett
Übersicht über die Marktsegmentierung
Nach Systemtyp
Nach Fahrzeugtyp
Durch Technologie
Nach Anzeigetyp
Nach Endverwendung
Nach Region
Der Markt wurde im Jahr 2025 auf 22,75 Milliarden US-Dollar geschätzt und soll bis 2035 auf 64,60 Milliarden US-Dollar anwachsen, was einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 11 % im Prognosezeitraum (2026–2035) entspricht.
OEMs setzen verstärkt auf die Abonnementwirtschaft, um wiederkehrende Einnahmen zu generieren. Mercedes-Benz beispielsweise verlangt jährlich rund 2.650 US-Dollar für sein navigationsabhängiges Drive Pilot-System, während GM bis 2030 Milliardenumsätze mit Software anstrebt. Dies beweist, dass Verbraucher bereit sind, für überlegene, logikbasierte Navigationsfunktionen zu zahlen.
Die EU-Vorschrift zur intelligenten Geschwindigkeitsassistenz (ISA) (gültig ab Juli 2024) erfordert kartenbasierte Daten zur Erkennung impliziter Geschwindigkeitsbegrenzungen, die von Kameras häufig übersehen werden. Daher haben über 33 Hersteller einen Vertrag mit HERE Technologies unterzeichnet, um die für die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und Sicherheitszertifizierungen erforderliche hohe Genauigkeit zu gewährleisten.
Die Navigation hat sich zu einem mechanischen Steuerungssystem entwickelt. Systeme müssen nun Ladegeräte nach ihrer Leistung (z. B. 150 kW+) filtern und die Batterietemperatur regeln, wie beispielsweise der Ladeplaner von Porsche, der die Batterien 20 Minuten vor einem Stopp vorkonditioniert, um die Ladegeschwindigkeit zu optimieren.
Es ist ein Kampf um die Datenhoheit. Google Android Auto ist zwar mit 250 Millionen Autos kompatibel, doch OEMs wie GM eliminieren die Projektion in Elektrofahrzeugen, um Nutzer auf native Plattformen wie Ultifi zu drängen. So sichern sich die Autohersteller – und nicht das Silicon Valley – die Nutzerdaten und die Umsätze aus Fahrzeugkäufen.
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